Rasterlärmkarten für geplante Lärmschutzwände

Geschrieben von martin-mueller am 11. April 2012 | Abgelegt unter Allgemein

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat Rasterlärmkarten erstellt, die die Lärmpegelwerte in einer Höhe vom 6m über dem Gelände darstellen. Die beigefügten Dateien beschreiben folgende Planfälle (Lärmkarte tagsüber / Lärmkarte nachts):

1) Planfall Prognose 2025 mit TSF (temporärer Seitenstreifenfreigabe) mit den bereits bestehenden Lärmschutzeinrichtungen

2) Planfall Prognose 2025 mit TSF mit einer Lärmschutzwand (H = 6 m) beidseitig der BAB 81 im Bereich LB-Eglosheim/Asperg sowie einer Lärmschutzwand im Bereich Filsstraße/Asperg mit einer Höhe von 4 m auf dem vorhandenen Lärmschutzwall in Verbindung mit einem lärmarmen Fahrbahnbelag (DStro = -4 dB(A))

3) Planfall Prognose 2025 mit TSF mit einer Lärmschutzwand (H = 8 m) beidseitig der BAB 81 im Bereich LB-Eglosheim/Asperg sowie einer Lärmschutzwand im Bereich Filsstraße/Asperg mit einer Höhe von 4 m auf dem vorhandenen Lärmschutzwall in Verbindung mit einem lärmarmen Fahrbahnbelag (DStro = -4 dB(A))

Die Lärmkarten geben ausschließlich den vom Autobahnverkehr verursachten Lärm wieder. Sie berücksichtigen weder Eisenbahnlärm noch den auf anderen Straßen verursachten Verkehrslärm.
Die Lärmwerte wurden nicht gemessen sondern durch Computerberechnungen ermittelt. Lärmmessungen hängen stark von Wind und Wetter ab und können beträchtlich schwanken.
Trotz zunehmendem Autobahnverkehr liegt die Lärmbelastung der Prognose 2025 mit bestehenden Lärmschutzeinrichtungen nur 1dB über den heutigen Lärmwerten. Dieser Unterschied liegt unterhalb der Wahrnehmungsschwelle von 3dB.
Die vom RP geplanten Lärmschutzmaßnahmen führen dazu, dass die Grenzwerte für Lärmsanierung (70/60dB tag/nacht) eingehalten werden. Die Ag-A81 will erreichen, dass die strengeren Grenzwerte für Lärmvorsorge (59/49db tag/nacht) eingehalten werden müssen. Diese Grenzwerte würden auf jeden Fall für einen vollständigen achtspurigen Ausbau der A81 gelten. Hierfür sind aber keinerlei Planungen absehbar, da die temporäre Seitenstreifenfreigabe nicht als achtspuriger Ausbau gilt. Eine temporäre Seitenstreifenfreigabe hätte jedoch auch zur Folge, dass auf jeden Fall Tempo 100 auf dem Autobahnabschnitt eingeführt wird.

Da die Auswertung der Lärmkarten recht mühsam ist, hier ein paar Erläuterungen. Die drei beigefügten Bilder erläutern die Lärmsituation für die drei Planfälle 2025 (Nacht) mit TSF (temporäre Seitenstreifenfreigabe). Die Bilder zeigen das Autobahnteilstück zwischen Asperg und Eglosheim. Betrachtet wird der Lärm auf Asperger Seite, und zwar
a) für die Ostseite der Autobahnnahen Häuser in der Hohenzollernstraße
b) für die Osteite der a) gegenüberliegenden Häuser in der Hohenzollernstraße

Aus der Farbkodierung ergeben sich folgende Werte:

1. Planfall 2025 (Nacht) mit TSF und bestehendem Lärmschutz

a) 69dB
b) 60dB

Lärmkarte Planfall 2025 bei temporärer Seitenstreifenfreigabe nachts ohne weitere Lärmschutzmaßnahme

Lärmkarte Planfall 2025 bei temporärer Seitenstreifenfreigabe nachts ohne weitere Lärmschutzmaßnahme

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2. Planfall 2025 (Nacht) mit TSF und Lärmschutzwand (H = 6m)

a) 63dB
b) 57dB

Lärmkarte Planfall 2025 bei temporärer Seitenstreifenfreigabe nachts mit Lärmschutzwand 6 Meter

Lärmkarte Planfall 2025 bei temporärer Seitenstreifenfreigabe nachts mit Lärmschutzwand 6 Meter

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3. Planfall 2025 (Nacht) mit TSF und Lärmschutzwand (H = 8m)

a) 60dB
b) 57dB

Lärmkarte Planfall 2025 bei temporärer Seitenstreifenfreigabe nachts mit Lärmschutzwand 8 Meter

Lärmkarte Planfall 2025 bei temporärer Seitenstreifenfreigabe nachts mit Lärmschutzwand 8 Meter

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Die Werte sind nicht sehr genau, da die Lärmkarten mit 3dB Auflösung farblich kodiert sind. Sie zeigen aber, dass sich für die Autobahnnahen Häuser nahezu eine Halbierung des wahrgenommenen Lärms ergibt (10dB weniger = halber Lärm). Für die anderen Häuser ist die Wirkung mit 3dB Unterschied zwar noch hörbar aber deutlich geringer.

Aktionsgemeinschaft Lärmschutz A81 trifft parlamentarischen Staatssekretär aus dem Verkehrsministerium

Geschrieben von martin-mueller am 4. Februar 2011 | Abgelegt unter Pressemitteilungen

Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Harald Leibrecht (FDP) und Eberhard Gienger (CDU) war der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Jan Mücke MdB, jetzt auch nach Ludwigsburg gekommen. Die überparteiliche Aktionsgemeinschaft Lärmschutz A81 (Ag-A81) hatte die Gelegenheit, ihr Anliegen eines effektiven Lärmschutzes entlang der A81 von Ludwigsburg bis Freiberg vorzutragen und bei dem Vororttemin in Pflugfelden nahe der Autobahn die konkreten Missstände zu erläutern.

Neben Vertretern der Aktionsgemeinschaft – die durch die Ludwigsburger Stadträte Reinhold Noz, Roland Glasbrenner und Martin Müller, Dr. Thorsten Fröhlinghaus und Dr. Peter-Michael Valet aus Asperg und Roland Gemeinhardt aus Möglingen sehr gut bei diesem Termin repräsentiert war – waren auch Baubürgermeister Schmid aus Ludwigsburg, die Bürgermeister Weigele aus Möglingen und Schaible aus Freiberg und Vertreter des Regierungspräsidiums anwesend. Letztere verwiesen erneut auf das Lärmgutachten, das zunächst noch erstellt werden muss, bevor eine weitere Konkretisierung der Maßnahmen erfolgen könne. Dies wurde vom parlamentarischen Staatssekretär bestätigt – zugleich betonte Jan Mücke jedoch auch sein Verständnis für das Anliegen der Anwohner. Es sei bekannt, dass es sich bei der A81 um einen der am stärksten befahrenen Autobahnabschnitte in ganz Deutschland handle, bekräftigte Mücke seine Haltung zum Bedarf von Lärmschutzmaßnahmen.

Aktionsgemeinschaft zur Reduzierung der Lärmbelastung durch die A 81 im Gespräch mit dem Regierungspräsidium Stuttgart

Geschrieben von elly-martinat am 11. März 2010 | Abgelegt unter Allgemein

Vertreter der „Aktionsgemeinschaft A81“ aus Asperg, Ludwigsburg und Möglingen trafen sich vergangene Woche beim Regierungspräsidium Stuttgart zur Abklärung der vorgesehenen Bau- und Lärmschutzmaßnahmen am Autobahnabschnitt Ludwigsburg-Süd bis Ludwigsburg-Nord.
Die „Aktionsgemeinschaft zur Reduzierung der Lärmbelastung durch die A 81“ (Ag-A81) hatte schon vor Monaten um ein Gespräch mit dem Regierungspräsidenten gebeten. In diesem Gespräch sollten die Forderungen der Ag-A81 nochmals angemeldet und über die vom Land beabsichtigten Bau- und Lärmschutzmaßnahmen diskutiert werden.
Dieses Gespräch kam nunmehr letzte Woche zustande, zwar ohne den Regierungspräsidenten, aber mit den zuständigen Mitarbeitern unter Führung des Leiters der Abteilung Straßenwesen und Verkehr beim Regierungspräsidium Stuttgart, Herrn Konradin Heyd. Die Vertreter der Ag-A81, Rolf Janiak aus Asperg, Roland Gemeinhardt und Siegfried Schill aus Möglingen sowie Roland Glasbrenner, Peter Griesmaier, Wilhelm Haag und Reinhold Noz aus Ludwigs-burg ließen sich über vorgesehenen Maßnahmen des Regierungspräsidiums informieren.
Herr Heyd erläuterte die Notwendigkeit, die A 81 8-streifig auszubauen. Bei einem
8-streifigen Ausbau sei es auch keine Frage, dass die notwendigen Lärmschutzmaßnahmen ergriffen würden. Dieser 8-streifige Ausbau der A 81 sei jedoch im Bedarfsplan für das Bundesfernstraßennetz nicht enthalten. Vorrangig müsste deshalb die Aufnahme in diesen
Bedarfsplan erreicht werden, da andernfalls keine Mittel für einen 8-streifigen Ausbau bereitgestellt würden.
Um der vorhandenen Verkehrsbelastung ohne einen 8-streifigen Ausbau Herr zu werden, ist es laut Regierungspräsidium Stuttgart zwingend notwendig, die beiderseitigen Standspuren zwischen Stuttgart-Zuffenhausen und Ludwigsburg-Nord zu öffnen und eine so genannte Verkehrsbeeinflussungsanlage zu errichten. Diese Anlage gibt je nach Verkehrsmenge die Standspuren frei und reduziert die zulässige Höchstgeschwindigkeit bzw. sperrt diese Standspuren dann wieder. Die voraussichtlichen Kosten für die erforderlichen Schilderbrücken, die Verkabelungen und die Schutzplanken betragen ca. 14 Mio. Euro. Zusätzlich sollen neue Nothaltebuchten für liegen gebliebene oder beschädigte Fahrzeuge errichtet werden. Außerdem müssen Ein- und Ausfädelspuren im Bereich des Au-tobahnknotens Ludwigsburg-Süd hergestellt werden.
Zusätzlich muss die Autobahnbrücke über die L 1140 beim Autobahnknoten Süd erweitert werden. Als Erweiterung ist vorgesehen, in beiden Fahrtrichtungen je ein Zusatzbrückenteil an die vorhandene Brücke anzusetzen, um so auch auf der Brücke den Verkehrsfluss zu gewährleisten. Die voraussichtlichen Kosten dafür betragen ca. 4,5 Mio. Euro. Zuständig sind das Regierungspräsidium und für die Planung die Landesstelle für Straßentechnik. Beide sind vom Ministerium beauftragt, diese Maßnahmen vorzubereiten.
Das Regierungspräsidium Stuttgart anerkennt, dass bereits heute hohe Lärmimmissionen für Teile von Asperg, Möglingen und Ludwigsburg vorhanden sind. Sowohl die Bundes- als auch zwischenzeitlich die Landesregierung anerkennen darüber hinaus, dass die erst vor kurzem erweiterte Autobahnzufahrt Ludwigsburg Süd in Verbindung mit der Freigabe der Standspu-ren so genannte „wesentliche bauliche Veränderungen“ darstellen. Daraus resultieren auch eventuelle Ansprüche im Hinblick auf Lärmschutzmaßnahmen.
Als förmliche Voraussetzungen für die baulichen Erweiterungsmaßnahmen wird momentan ein Vorentwurf für das Planfeststellungsverfahren ausgearbeitet.
Parallel dazu werden die aktuellen Immissionen und Lärmwerte berechnet und Prognosen über die Zunahme dieser Werte durch die Öffnung der Standspuren und als weitere Prognose die möglichen Lärmwerte im Jahr 2025 ausgearbeitet. Zur Vorbereitung werden im März und April 2010 Verkehrszählungen sowohl tagsüber als auch nachts vorgenommen. Um objektive
Ergebnisse zu erzielen, werden diese Zählungen nicht im Winter, sondern im Frühjahr durch-geführt. Die Lärmberechnungswerte werden so ausgearbeitet, als wenn die Autobahn auf der „grünen Wiese“ gebaut würde und welche Immissionen sich dabei ergeben. Lärmüberlage-rungen zum Beispiel durch Bahnlinien oder die L 1140 können so ausgefiltert werden.
Das Ergebnis dieser Lärmberechnungen wird dann die Grundlage dafür sein, welche Lärm-schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. Hier ist zu unterscheiden, ob Lärmsanierungs- oder Lärmvorsorgemaßnahmen durchzuführen sind. Außerdem hängt es von diesen Berechnungsergebnissen ab, ob aktive oder passive Lärmschutzmaßnahmen notwendig sind. Aktive Lärmschutzmaßnahmen sind zum Beispiel Lärmschutzwände und sonstige Maßnahmen zur Vermeidung der Ausbreitung des Lärms. Passive Lärmschutzmaßnahmen sind zum Beispiel der Einbau von Lärmschutzfenstern, die dann kostenmäßig entweder anteilig oder insgesamt vom Land übernommen werden würden.
Gleichzeitig zur Ausarbeitung der Lärmimmissionsbelastungen werden auch die sonstigen Belastungen untersucht. Des trifft hauptsächlich auf die Luftbelastung durch Feinstaub und Stickoxyde zu. Auch hier müsste bei weiter prognostizierten Zunahmen über Schutzmaßnahmen nachgedacht werden.
Das Regierungspräsidium Stuttgart geht davon aus, dass diese insgesamt für die Genehmi-gung des Vorentwurfes notwendigen Ausarbeitungen und Berechnungen bis Ende 2010 komplett fertig gestellt sein werden. Danach wird dieser Vorentwurf an die Landesbehörde und das Bundesministerium für Verkehr zur Genehmigung weiter geleitet. Dabei wird mit einer Genehmigungszeit von ca. 6 Monaten gerechnet, so dass nach einer erfolgten Genehmigung mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens ungefähr Mitte 2011 gerechnet werden kann. Das Planfeststellungsverfahren dürfte frühestens 2012 verbindlich werden. Erst danach kann mit den straßenbautechnischen Arbeiten begonnen und die Standspur von Stutt-gart-Zuffenhausen nach Ludwigsburg-Nord freigegeben werden. Immer vorausgesetzt, dass die doch nicht unerheblichen finanziellen Mittel bereitgestellt worden sind.
Herr Heyd und sein Mitarbeiterstab sagten den Vertretern der Ag-A81 weitere Informationen, die Einsichtnahme in aussagefähige Unterlagen und ein weiteres Treffen mit dem Ag-A81-Arbeitskreis im Herbst 2010 zu. Die Vertreter der Ag-A81 bedankten sich für das konstrukti-ve Gespräch, stellten aber klar, dass sie den vorgesehenen Zeitplan kritisch begleiten und sich bei eventuellen Verzögerungen vorbehalten werden, weitere Aktionen durchzuführen. Die „Schmerzgrenze“ durch Lärmbelästigungen sei bei den Anwohnern aus Asperg, Möglingen, Eglosheim und Pflugfelden nämlich längst überschritten.

Antwortschreiben aus dem Bundesverkehrsministerium

Geschrieben von martin-mueller am 29. Oktober 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Auf ein Schreiben der Vertreter der Aktionsgemeinschaft an das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung – in Person an die parlamentarische Staatssekretärin Karin Roth (aufgrund des Regierungswechsels nun nicht mehr im Amt) – ging nun eine Antwort ein. Aus dem Schreiben geht nicht eindeutig hervor, in welcher Form und ob es überhaupt zu Lärmschutzmaßnahmen entlang der A81 auf dem betreffenden Abschnitt kommen wird. Allerdings wird es auch nicht kategorisch ausgeschlossen.

Rückmeldungen aus dem Regierungspräsidium lassen sogar vermuten, dass es auf jeden Fall Veränderungen in Richtung Lärmschutz geben wird. Leider werden keine näheren Einzelheiten bekannt gegeben.

Den Brief aus dem Bundesverkehrsministerium können Sie hier herunterladen.

Lärmeinwirkungen und mögliche Minderungs-Maßnahmen entlang der A 81

Geschrieben von martin-mueller am 20. Oktober 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Unter der Überschrift “Lärmeinwirkungen und mögliche Minderungs-Maßnahmen entlang der A 81″ trug Dr. Peter-M. Valet vor Vertretern der Aktionsgemeinschaft am 19. Oktober 2009 vor. Nach einigen einleitenden Informationen über Lärm, dessen Messung und rechtlichen Rahmenbedingungen ging Dr. Valet auf die verschiedenen Bestandteile von Lärm im Kraftfahrzeugverkehr ein. Dieser setzt sich aus Antriebsgeräusch, Rollgeräusch und Windgeräusch zusammen. PKW und LKW unterscheiden sich z.B. deutlich in der Zusammensetzung des Geräuschs – beim LKW dominiert das Antriebs- und Windgeräusch. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass ein LKW dem Lärm von zehn PKWs gleichkommt. Auch die Steigung der Straße spielt eine wesentliche Rolle – sieben Prozent Steigung führen zu einer Vervierfachung des Lärms.

Im letzten Teil des Vortrags wurden verschiedene Möglichkeiten der Lärmbekämpfung diskutiert. Dr. Valet präsentierte die Ergebnisse einer rechnerischen Lärmveränderung bei Geschwindigkeitsbegrenzungen und stellte auch die Wirkungen von Lärmschutzwänden vor. Letzteres kann jedoch nur bei einer entsprechenden Höhe (maximal acht Meter nach aktuellen Vorstellungen) und in gewinkelter Bauweise zu einer Verbesserung der Situation beitragen.

Die vollständige Präsentationsunterlage kann hier heruntergeladen werden.

Regierungspräsident soll zum Gespräch eingeladen werden

Geschrieben von martin-mueller am 30. September 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Auf der vergangenen Sitzung der Aktionsgemeinschaft wurde einstimmig beschlossen, Regierungspräsident Johannes Schmalzl zu einem Besuch “vor Ort” und einer Diskussion über die Möglichkeiten des Lärmschutzes an der A81 einzuladen. Das Gespräch soll dazu dienen, die eigenen Positionen zu erläutern.

Parallel werden sich die Landtagsabgeordneten Herrmann (CDU) und Walter (Grüne) an das Innenministerium wenden. Auch bei den neu gewählten Bundestagsabgeordneten will man “am Ball bleiben”, um so die Interessen der Aktionsgemeinschaft weiter voranzutreiben.

In den nächsten Wochen wird es immer wieder Gespräche und Veranstaltungen rund um das Thema Lärmschutz geben, zu denen die betroffenen Bürgerinnen und Bürger jeweils herzlich eingeladen sind.

Friedliche Demo für mehr Lärmschutz an der A81

Geschrieben von elly-martinat am 21. September 2009 | Abgelegt unter Pressemitteilungen

Roland Glasbrenner (Freie Wähler) beim Demonstrationsauftakt

Roland Glasbrenner (Freie Wähler) beim Demonstrationsauftakt

Gut 500 folgten am 20. September dem Demonstrationsaufruf der Aktionsgemeinschaft zur Reduzierung der Lärmbelastung durch die A81 (Ag A81).  Betroffene Bürger und Bürgerinnen aus Ludwigsburg, Asperg, Möglingen und Freiberg zeigten mit Ihrer Anwesenheit den Unmut gegen die Haltung der Behörden. Diese möchten auch die zweite Standspur  von Ludwigsburg Süd in Richtung Ludwigsburg Nord bei Bedarf als Fahrspur freigeben, ohne für zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen zu sorgen. Mit Plakaten, Transparenten und Trillerpfeifen zeigten die Demonstranten friedlich ihren Unwillen.

Auch die Verwaltungen der Gemeinden  stehen geschlossen hinter den Forderungen der Ag A81 und waren mit den Bürgermeistern Ulrich Storer (Asperg), Eberhard Weigele (Möglingen), Hans Schmid (Ludwigsburg), Konrad Seigfried (Ludwigsburg) prominent vertreten. Die beiden Landtagsabgeordneten Klaus Hermann (CDU) und Jürgen Walter (Grüne) sagten ihre ebenfalls ihre Unterstützung zu.

Demonstrationszug bei der Ankunft an der Autobahnauffahrt

Demonstrationszug

Die Initiatoren der Initiative Roland Glasbrenner (Freie Wähler Ludwigsburg) und Reinhold Noz (CDU Ludwigsburg) waren froh innerhalb von nur 75 Tagen so ein Projekt auf die Beine zu stellen. „Wir haben ein Ausgangslagenproblem“, so die beiden Sprecher der Ag A81, „Farbe und Pinsel, mit denen die Standspur als Fahrspur umgewidmet werden, seien keine baulichen Veränderungen, daher sei kein Lärmschutz notwendig sagen die zuständigen Behörden“. Fakt ist aber, dass die Standspur Ludwigsburg Nord nach Süd nicht durchgängig vorhanden war. Dies wurde bereits „still und leise“ in den letzten Monaten verwirklicht, um nun als Fahrspur freigegeben zu werden. Schon heute ist es an der A81 lauter als am Flughafen Stuttgart, wo wenigstens nachts durch das Nachtflugverbot Ruhe herrscht.

Reinhold Noz (CDU) erläutert die Ziele der Demonstration

Reinhold Noz (CDU) erläutert die Ziele der Demonstration

Die momentane Gesetzeslage des Bundesverkehrsministerium schreibt vor, dass bei Lärmwerten unter 72 dB(A) Lärmschutz keine Verpflichtung sei. Nur 10 dB(A) mehr führt zur Verdoppelung des Lärms! Pläne diese politisch festgelegte Lärmgrenze abzusenken gibt es allerdings, da andere Ministerien anderer Auffassung sind und diese Lärmpegel als gesundheitsschädlich betrachten. Ein Hauptproblem auf der A81 ist der Schwerlastverkehr, der laut Prognosen bis 2025 um 80% zunehmen wird, der Individualverkehr dagegen nur um 15%. Und nach gutachterlicher Auffassung macht 1 LKW soviel Lärm wie 10 PKW. Ein geplantes Tempolimit auf der A81 würde dem Lärmschutz daher nur marginal nutzen.

Alle Fraktionen, stehen geschlossen hinter der Forderung der Ag A81! Verkehrsprobleme lassen sich nie alleine lösen! Erst in der gemeinsamen Aktion – kommunal übergreifen haben wir eine Chance, so Pressesprecherin der Ag A81 Elly Martinat (Freie Wähler Asperg).

Elly Martinat (Freie Wähler) interviewt Bundestagskandidaten

Elly Martinat (Freie Wähler) interviewt Bundestagskandidaten

In einem Interview konnten die Bundestagswahlkandidaten aus dem Wahlkreise Ludwigsburg ihre Stellung zu den Forderungen der Ag A81 geben. Die vier anwesenden Kandidaten (Steffen Bilger – CDU, Alexander Schopf – FDP, Jan Mönikes – SPD und Hans-Jürgen Kemmerle (Linke) sagten ihre Unterstützung für mehr Lärmschutz an der A81 zu.

„Wir gehen für uns, unsere Kinder und Enkel auf die Straße, um unsere Forderung nach Lärmschutz durchzusetzen“, so die Ag-A81 Sprecher, „Grundsätzlich halten wir die Freigabe für richtig, denn der weiter zunehmende Verkehr erhöht das Staurisiko und damit auch den Autobahn-Schleichverkehr durch angrenzende Gemeinden. Wir wehren uns aber dagegen, dass der Lärmschutz nicht an den weiter ansteigenden Verkehr angepasst wird!“

Die Aktionsgemeinschaft besteht aus der CDU, Freien Wählern, SPD und FDP aus Ludwigsburg, die CDU, die Freien Wähler, die SPD und die Grünen aus Asperg, die CDU, Freie Wähler und SPD aus Möglingen, den Bürgervereinen Eglosheim und Weststadt/Pflugfelden und der Unabhängige Liste Freiberg (ULF).

Demonstranten "lauschen" der Kundgebung

Demonstranten "lauschen" der Kundgebung

Die Ag A81 freut sich auf jede Unterstützung und setzt auf das Engagement der Bürger und Bürgerinnen für eine zukunftsfähige Lösung an der A81! Zur Finanzierung des Aktionsbündnisses gibt es zwei Spendenkonten: Bürgerverein Eglosheim e.V., Volksbank Freiberg, BLZ 600 697 38, Konto Nr. 1 16 84 80 06 und Bürgerverein Weststadt und Pflugfelden, Kreissparkasse Ludwigsburg, BLZ 604 500 50, Konto Nr. 13 07 67. Weitere Informationen zur Ag A81 findet man unter www.lärmschutz-A81.de.

Demoaufruf der Ag A81 für mehr Lärmschutz

Geschrieben von elly-martinat am 17. September 2009 | Abgelegt unter Pressemitteilungen

Die Aktionsgemeinsaft zur Reduzierung der Lärmbelastung durch die A81 (Ag A81) ruft alle Bürger und Bürgerinnen sich am 20. September an der Demonstration zu beteiligen. „Es geht um unsere Gesundheit!“, so die Veranstalter. Treffpunkt ist 11 Uhr in Ludwigsburg-Pflugfelden, Wöhlerstraße (beim „Gaskessel“). Alle Beteiligten sollen möglichst mit Transparenten und Schildern kommen, um mit ihrer Beteiligung für den dringend notwendigen Lärmschutz an der A81 zu kämpfen.

Eine Untersagung für den zweiten Antrag zur Demonstration „für mehr Lärmschutz an der A81“ liegt der Stadt Ludwigsburg seitens des Regierungspräsidiums nicht vor. Nur eine mündliche Zusage des Regierungspräsidiums, dass die Untersagung nicht kommen wird. Somit steht einer Demonstration am Sonntag, den 20. September nichts mehr im Wege.

Zum ersten Antrag der Ag A81, die Autobahn zwischen Ludwigsburg Nord und Ludwigsburg Süd zu sperren um dort zu demonstrieren, ist im Übrigen bis heute noch keine schriftliche Absage eingetroffen. Sobald diese der Ag A81 vorliegt, werden Rechtsmittel dagegen eingelegt.

„Wir haben ein Ausgangslagenproblem“, so die Sprecher der Ag A81, „Farbe und Pinsel, mit denen die Standspur als Fahrspur umgewidmet werden, seien keine baulichen Veränderungen, daher sei kein Lärmschutz notwendig sagen die zuständigen Behörden“. Fakt ist aber, dass die Standspur Ludwigsburg Nord nach Süd nicht durchgängig vorhanden war. Dies wurde bereits „still und leise“ in den letzten Monaten verwirklicht, um nun als Fahrspur freigegeben zu werden.

Die momentane Gesetzeslage des Bundesverkehrsministerium schreibt vor, dass bei Lärmwerten unter 72 dB(A) Lärmschutz keine Verpflichtung sei. Pläne diese Lärmgrenze abzusenken gibt es allerdings, da andere Minsisterien anderer Auffassung sind und diese Lärmpegel als gesundheitsschädlich betrachten. Ein Hauptproblem auf der A81 ist der Schwerlastverkehr, der laut Prognosen bis 2025 um 80% zunehmen wird, der Individualverkehr dagegen nur um 15%. Und nach gutachterlicher Auffassung macht 1 LKW soviel Lärm wie 10 PKW. Ein geplantes Tempolimit auf der A81 würde dem Lärmschutz daher nur marginal nutzen.

„Wir gehen für uns, unsere Kinder und Enkel auf die Straße, um unsere Forderung nach Lärmschutz durchzusetzen“, so die Ag-A81 Sprecher, „Grundsätzlich halten wir die Freigabe für richtig, denn der weiter zunehmende Verkehr erhöht das Staurisiko und damit auch den Autobahn-Schleichverkehr durch angrenzende Gemeinden. Wir wehren uns aber dagegen, dass der Lärmschutz nicht an den weiter ansteigenden Verkehr angepasst wird!“

Die Erfolgschancen hängen entscheidend von der Unterstützung durch die Bevölkerung ab. Je mehr Bürger zu der Demonstration kommen und mit ihrer Unterschrift gegen den zunehmenden Lärm pro-testieren, desto mehr Gewicht hat der Widerstand.

Die Organisatoren der Ag A81 trafen sich bereits mit Vertretern der Stadt Ludwigsburg und der Polizei vor Ort in den Hinteren Halten, um Einzelheiten der Veranstaltung abzuklären. Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Parkplatz des Hornbach Baumarkt. Start der Demonstrationsveranstaltung wird um 11 Uhr in der Wöhlerstraße (beim “Gaskessel) sein. Mit Auftaktreden seitens der Organisatoren der Ag A81 und einem Interview der eingeladenen Bundestagskandidaten aus dem Wahlkreis Ludwigsburg werden die Demonstranten eingestimmt. Gegen 11.30 Uhr wird sich der Demonstrationszug in Richtung Autobahnausfahrt Ludwigsburg-Süd in Bewegung setzten. Über die Karlsruher Allee und die Möglinger Straße auf die Landesstraße L 1140 zur Autobahnauffahrt. Hier findet eine Abschlusskundgebung statt. Danach wird der Demonstrationszug den gleichen Weg wieder zurücknehmen.

Die Aktionsgemeinschaft besteht aus der CDU, Freien Wählern, SPD und FDP aus Ludwigsburg, die CDU, die Freien Wähler, die SPD und die Grünen aus Asperg, die CDU, Freie Wähler und SPD aus Möglingen, den Bürgervereinen Eglosheim und Weststadt/Pflugfelden und der Unabhängige Liste Freiberg (ULF).
Die Ag A81 freut sich auf jede Unterstützung und setzt auf das Engagement der Bürger und Bürgerinnen für eine zukunftsfähige Lösung an der A81! Zur Finanzierung des Aktionsbündnisses gibt es zwei Spendenkonten: Bürgerverein Eglosheim e.V., Volksbank Freiberg, BLZ 600 697 38, Konto Nr. 1 16 84 80 06 und Bürgerverein Weststadt und Pflugfelden, Kreissparkasse Ludwigsburg, BLZ 604 500 50, Konto Nr. 13 07 67. Weitere Informationen zur Ag A81 findet man unter www.lärmschutz-A81.de.

Demonstration am 20. September bringt Umleitungen mit sich

Geschrieben von martin-mueller am 16. September 2009 | Abgelegt unter Demonstration

Umleitungsstrecken während der Demo am 20. September

Umleitungsstrecken während der Demo am 20. September

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Autofahrer,

die Demonstration für den Lärmschutz an der A81 möchte den Anwohnern eine Verbesserung der Situation in der Zukunft bringen. Damit dies erreicht werden kann, wird es am kommenden Sonntag bei der Demonstration auch zu ungeliebten Einschränkungen kommen. Der Protestmarsch wird den Autoverkehr behindern. Dafür möchten wir uns bereits im Vorfeld bei den Betroffenen entschuldigen, hoffen jedoch auf ihr Verständnis und wünschen uns mentale Solidarität.

Umleitungsstrecken zur Demo am Sonntag, den 20. September 2009.

Ag-A81 wendet sich an Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium

Geschrieben von martin-mueller am 15. September 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Karin Roth und Reinhold Noz (rechts) im Gespräch

Karin Roth und Reinhold Noz (rechts) im Gespräch

Der Sprecher der Ag-A81, Reinhold Noz, hat beim Spatenstich zur Renaturierung der Neckarwiesen die Gelegenheit genutzt, die Staatssekretärin aus dem Bundesverkehrsministerium, Karin Roth, auf das Anliegen der Aktionsgemeinschaft aufmerksam zu machen und über die Demonstration am Sonntag, den 20. September zu informieren.

Die Ag-A81 wendet sich nun in einem Schreiben an die Staatssekretärin. Auf die Reaktion dürfen wir gespannt sein.

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